Nachdem ich im letzten Post über mein Gefühl am Wiegetag geschrieben habe, möchte ich nun einen genaueren Blick auf die Zahlen werfen. Denn je besser ich die Zusammenhänge verstehe, desto weniger verunsichern mich die Schwankungen auf der Waage.
Meine Statistik: Genuss inklusive
Ich habe mir meine Kalorienbilanz der letzten Woche genauer angeschaut. Und ja, sie sind deutlich zu erkennen: meine zwei „Ausreißer-Tage“. Einer davon lag sogar direkt vor dem Wiegen – an dem Abend, an dem wir die Grillsaison eröffnet haben.
Entscheidend ist für mich aber der Durchschnitt: Ich liege im Schnitt bei 1370 kcal pro Tag.
Wenn ich mir das bewusst mache, verändert sich meine Perspektive. Die einzelnen Tage verlieren an Gewicht, und das Gesamtbild wird klarer. Es ist möglich, solche Momente zu haben und trotzdem in einem Bereich zu bleiben, der für mich funktioniert.
Was sich für mich fast noch wichtiger anfühlt: mein Umgang damit. Ich konnte diese Tage genießen, ohne danach in alte Muster zu rutschen. Kein starkes Gegensteuern, kein innerer Druck, am nächsten Tag „alles wieder gut machen“ zu müssen.
Die Mathematik hinter dem Fettverlust
Warum fühlen sich 500 Gramm manchmal wenig an, obwohl sie es eigentlich nicht sind?
Ein kurzer Blick auf die Grundlagen hilft mir, das besser einzuordnen:
Um ein Kilogramm Körperfett zu verlieren, braucht man ungefähr ein Defizit von 7.000 Kalorien.
Wenn man sich das vor Augen führt, wird klar: Eine Abnahme von 2 kg reinem Fett in einer Woche wäre mathematisch für die meisten von uns kaum machbar (das wäre ein Defizit von 14.000 kcal!).
Wasser und Gewicht: was die Waage nicht zeigt
Gerade am Anfang verändert sich das Gewicht oft schneller. Ein Teil davon hängt mit Wasser zusammen. Wenn sich die Ernährung umstellt, zum Beispiel durch weniger Kohlenhydrate oder Salz, reagiert der Körper darauf. Speicher leeren sich, Wasser wird gebunden oder abgegeben – und das zeigt sich direkt auf der Waage.
Wenn die Abnahme später langsamer wird, bedeutet das nicht, dass nichts mehr passiert. Oft verändert sich einfach die Zusammensetzung.
Mein Fazit für diese Woche
Dass ich nach einem Abend mit mehr Essen und Getränken am nächsten Morgen „nur“ 500 Gramm weniger auf der Waage sehe, ergibt für mich Sinn. Der Körper reagiert auf solche Tage undtrotzdem bleibt die Entwicklung insgesamt bestehen.
Ich merke, dass sich mein Blick verschiebt. Weg von einzelnen Zahlen – hin zu dem, was sich über mehrere Tage hinweg zeigt. Die 1370 kcal im Durchschnitt geben mir dabei eine Orientierung. Nicht als Ziel, das ich perfekt erreichen muss, sondern als Rahmen, der zeigt: Mein Weg ist alltagstauglich.
Mounjaro unterstützt mich dabei körperlich. Der Umgang mit den Zahlen, mit Erwartungen und mit solchen Wochen entwickelt sich parallel.