Nach dem Mädelswochenende: Die erste Zunahme und eine müde Erkenntnis

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🏷️ Tag 43

Statistik zu Woche, Spritzen, Dosis, Gewichtsverlust, BMI-Verlauf und Stimmung

Das Wochenende mit meinen zwei Freundinnen ist vorbei und wenn ich daran zurückdenke, bleibt vor allem ein sehr warmes Gefühl. Wir haben viel gelacht, lange geredet und uns bewusst Zeit füreinander genommen. Die Tracking-App blieb geschlossen, und die Kalorien haben an diesen Tagen keine Rolle gespielt. Genau so hatte ich mir das gewünscht.

Drei mal wenig Hunger

Obwohl wir uns keinerlei Regeln gesetzt haben, haben wir alle drei erstaunlich wenig gegessen. Die Wirkung der Spritze war bei uns allen deutlich spürbar, der Hunger war insgesamt gedämpft.

Die Auswahl war trotzdem eine andere als in meinem strukturierten Alltag. Es gab weniger proteinreiche Mahlzeiten, dafür mehr Brot, Snacks zwischendurch und das eine oder andere Glas Wein oder Aperol. Es war kein extremes „Zuviel“, aber eben auch nicht das, was ich sonst esse.
Und genau diesen Unterschied habe ich im Nachhinein deutlicher wahrgenommen als währenddessen.

Das Ergebnis: +0,6 kg

Am Sonntagmorgen kam dann eine kleine Premiere: Meine erste Zunahme seit Beginn meiner Reise mit Mounjaro. 600 Gramm mehr auf der Waage.

Ich habe kurz hingeschaut und gemerkt, dass es mich nicht wirklich aus der Ruhe bringt. Nach einem solchen Wochenende ist das für mich nachvollziehbar. Ein Teil davon lässt sich sehr wahrscheinlich durch Wassereinlagerungen erklären – Alkohol, Salz und veränderte Essgewohnheiten spielen dabei oft eine Rolle.

Ich gehe davon aus, dass sich das in den nächsten Tagen wieder einpendeln wird. Dieser Gedanke fühlt sich inzwischen stabiler an als noch vor ein paar Wochen.

Die eigentliche Beobachtung: Mein Energiegefühl

Was mich mehr beschäftigt als die Zahl auf der Waage, ist mein Zustand seit Sonntag. Ich fühle mich müde, schwer und nicht in meiner gewohnten Energie. Es ist kein dramatisches Gefühl, eher ein konstantes Tief im Hintergrund, das sich durch den Tag zieht.

Und genau das hat mir nochmal etwas deutlich gemacht:

  • Wenn ich mich nährstoffreich ernähre, geht es mir spürbar besser.
    Mit ausreichend Eiweiß, frischen Lebensmitteln und klaren Mahlzeiten fühle ich mich wacher und strukturierter im Alltag.
  • Wenn diese Struktur wegfällt, verändert sich auch mein Energielevel.
    Mehr einfache Kohlenhydrate, weniger Eiweiß und Alkohol wirken sich bei mir nicht nur auf die Kalorien aus, sondern auch darauf, wie ich mich fühle.

Früher habe ich solche Unterschiede oft übergangen oder gar nicht richtig wahrgenommen. Heute fallen sie mir schneller auf. Nicht im Sinne von „gut“ oder „schlecht“, sondern eher als klare Rückmeldung meines Körpers.

Zurück zur Routine

Was ich aus diesem Wochenende mitnehme, ist kein schlechtes Gefühl, sondern eher eine gewisse Klarheit.

Ich habe die Zeit sehr genossen, und gleichzeitig merke ich, wie gut mir meine Alltagsstruktur tut. Ich freue mich darauf, wieder zu meinen gewohnten Mahlzeiten zurückzukehren. Auf meinen Frühstücks-Shake, auf proteinreiche Gerichte und auf dieses stabilere Gefühl über den Tag hinweg.

Fazit

Das Wochenende war wertvoll, weil es mir beides gezeigt hat: wie wichtig solche Momente sind und wie sehr mein Körper auf das reagiert, was ich ihm gebe.

Die Zunahme auf der Waage ist dabei nur ein kleiner Teil. Wichtiger ist für mich die Erkenntnis, wie unterschiedlich sich verschiedene Ernährungsweisen anfühlen können. Und genau daraus entsteht für mich gerade eine neue Form von Orientierung im Alltag.