Die Ironie der 2,5 mg – Wenn plötzlich die Übelkeit kommt

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🏷️ Tag 66

Heute ist Mittwoch, Tag 66 mit Mounjaro.

Am vergangenen Sonntag habe ich meine Dosis zum ersten Mal auf 2,5 mg erhöht. Der Hintergrund war: Der Food Noise war in den letzten Wochen wieder deutlich präsenter geworden und ich wollte vor meinem anstehenden Urlaub wieder mehr Ruhe im Kopf bekommen.

Genau das scheint grundsätzlich auch zu funktionieren. Allerdings hat sich heute Mittag eine andere Seite der Dosiserhöhung gezeigt. Mich hat plötzlich eine ziemlich heftige Übelkeit erwischt.

Wenn man eigentlich alles richtig macht

Das Schwierige an solchen Momenten ist, dass man sofort beginnt, nach der Ursache zu suchen. Habe ich zu wenig gegessen? Zu schnell gegessen? War etwas zu fettig? Zu schwer? Zu viel? Aber ehrlich gesagt habe ich diese Woche sehr gut gegessen.

Ich trinke aktuell viel Wasser, achte auf meine Proteine und esse überwiegend leichte, eher gut verträgliche Mahlzeiten. Selbst heute gab es nichts Außergewöhnliches. Der einzige kleine „Ausreißer“ war eine Scheibe Emmentaler.

Warum Übelkeit unter Mounjaro häufig vorkommt

Übelkeit gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen von Mounjaro und tritt besonders häufig nach Dosiserhöhungen auf.

Der Wirkstoff beeinflusst unter anderem die Magenentleerung. Das Essen bleibt länger im Magen, wodurch viele Menschen schneller satt sind und länger kein Hungergefühl haben. Genau dieser Effekt kann aber auch dazu führen, dass sich der Magen empfindlicher anfühlt oder schneller überlastet reagiert.

Gerade in den ersten Tagen nach einer Erhöhung muss sich der Körper oft erst an die neue Dosis gewöhnen. Deshalb können selbst Lebensmittel, die vorher keine Probleme bereitet haben, plötzlich Übelkeit oder ein unangenehmes Völlegefühl auslösen. Fettigere oder kompaktere Lebensmittel werden dabei von vielen Menschen schlechter vertragen.

Neue Dosis, neue Gedanken

Ich musste heute tatsächlich kurz über die Ironie der Situation nachdenken.

Noch vor wenigen Tagen hatte ich große Angst davor, im Urlaub ständig Appetit auf alles zu haben und mich gedanklich nur ums Essen zu drehen. Heute hoffe ich einfach, dass die Übelkeit bis dahin wieder weg ist.

Plötzlich fühlt sich die Sorge ganz anders an: Nicht mehr „Was ist, wenn ich zu viel esse?“, sondern eher „Was ist, wenn ich das Essen gar nicht genießen kann?“. In einem Urlaub in Italien wäre das ziemlich traurig.

Ein weiterer Teil dieses Lernprozesses

Die Erhöhung auf 2,5 mg zeigt definitiv Wirkung. Wahrscheinlich braucht mein Verdauungssystem jetzt einfach etwas Zeit, um sich darauf einzustellen. Für mich bedeutet das aktuell: kleinere Portionen, langsamer essen und möglichst einfache Mahlzeiten.

Ich habe wieder festgestellt, dass dass selbst kleine Veränderungen bei der Dosierung körperlich deutlich spürbar sein können.