1,75 mg: Die leisen Zeichen der Veränderung

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🏷️ Tag 9

Vorgestern war es so weit: Ich habe meine Mounjaro-Dosis (Tirzepatid) behutsam von 1,25 mg auf 1,75 mg erhöht. Mein Weg des „Low and Slow“ geht weiter. Es sind nur 0,5 mg mehr, doch mein Körper sendet bereits erste, feine Signale.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sensibel das System reagiert, wenn man beginnt, wieder genauer hinzuhören.

Kleine Signale: Achtsamkeit im Alltag

Eine kleine Veränderung, die mir aufgefallen ist: trockene Mundwinkel. Kein großes Thema, eher ein leises Zeichen, dass mein Körper gerade etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt. Bereits am Sonntag hatte ich das Gefühl, dass meine Haut insgesamt etwas mehr Pflege braucht. Ich habe darauf mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitslotion reagiert – und das fühlt sich stimmig an.

Es entwickelt sich ein neues Ritual: Der Körper sendet Signale, und ich versuche, möglichst früh darauf zu reagieren. Nicht erst dann, wenn ein Problem entsteht. Für mich fühlt sich das nach gelebter Selbstfürsorge an.

Die neue Stille: Wenn der Hunger später einsetzt

Besonders spannend finde ich die Veränderung meines Hungergefühls. Sowohl gestern als auch heute war deutlich mehr Ruhe spürbar. Das Gefühl, essen zu müssen, setzte viel später ein als noch in der Vorwoche.

Es gab einen Moment, in dem ich dachte: „Ich sollte langsam etwas essen.“ Dieser Impuls kam eher aus dem Bewusstsein heraus, meinem Körper ausreichend Energie zu geben, nicht aus starkem körperlichem Hunger.

Meine tägliche Energieaufnahme lag an beiden Tagen ungefähr zwischen 1.200 und 1.300 kcal – ohne bewusst zu verzichten. Ich folge dabei weiterhin meinem Sättigungsgefühl und beobachte aufmerksam, wie sich mein Essverhalten durch die Dosiserhöhung auf 1,75 mg verändert.

Vertrauen in den Prozess

Die geringere Nahrungsmenge bewerte ich ruhig und ohne Druck:

  1. Ich fühle mich gut und leistungsfähig.
  2. Ich zwinge mich nicht zum Essen, sondern respektiere mein Sättigungsgefühl.
  3. Die Ostertage stehen vor der Tür – und damit auch wieder andere Esssituationen.

Ich sehe diese Phase eher als natürlichen Teil der Anpassung. Wenn es rund um Ostern wieder etwas mehr wird, begegne ich dem gelassen. Gerade das fühlt sich neu an: weniger Kontrolle, mehr Vertrauen.

Ich bin gespannt, wie mein Körper auf die kommenden Tage reagiert und wie sich die 1,75 mg im Alltag weiter zeigen werden.