
Heute war wieder Wiegetag und die Waage zeigt ein minimales Plus von +0,1 kg. Damit stehe ich nach genau 8 Wochen bei insgesamt 9,2 kg Gewichtsverlust.
Wenn ich an früher zurückdenke, hätte mich so eine Woche wahrscheinlich deutlich mehr beschäftigt. Heute fühlt sich dieses Ergebnis für mich nachvollziehbar an. Die letzten Tage waren alles andere als Alltag, deshalb überrascht mich diese Entwicklung ehrlich gesagt überhaupt nicht.
Wenn der Alltag Pause macht
Hinter mir liegt eine Woche voller sozialer Highlights. Es gab einen Restaurantbesuch, eine Geburtstagsfeier und danach die Reste vom Vortag. Also deutlich weniger Struktur als sonst. Das Schöne ist: Ich habe diese Momente genossen.
Normalerweise esse ich inzwischen ziemlich routiniert und mit hohem Eiweißgehalt. Ausnahmen gehören für mich aber auch dazu.
Ich möchte lernen, solche Phasen zu genießen, ohne sofort das Gefühl zu haben, alles kontrollieren oder ausgleichen zu müssen. Früher hätte mich allein der Gedanke an mehrere „Ausnahmen“ hintereinander gestresst und beunruhigt. Inzwischen kann ich damit entspannter umgehen.
Mein Magen reagiert inzwischen anders
Was mir diese Woche allerdings sehr deutlich aufgefallen ist: Fettiges Essen bekommt mir inzwischen deutlich schlechter als früher. Sowohl nach der Geburtstagsfeier als auch nach dem Resteessen am nächsten Tag hatte ich mit Bauchschmerzen zu kämpfen. Dabei waren die Portionen gar nicht besonders groß.
Ich merke zunehmend, dass mein Körper inzwischen anders auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Sehr fettiges oder schweres Essen fühlt sich oft nicht mehr angenehm an, selbst wenn ich früher problemlos deutlich mehr davon essen konnte. Das bedeutet nicht, dass ich mir bestimmte Lebensmittel komplett verbieten möchte. Aber ich nehme bewusster wahr, was mir wirklich guttut und womit ich mich danach eher träge oder unwohl fühle.
Unter Mounjaro berichten viele Menschen von solchen Veränderungen. Gerade fettige Mahlzeiten können empfindlicher machen oder schneller zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Bei mir zeigt sich das inzwischen ebenfalls deutlich.
Die Tracking-App blieb öfter geschlossen
Noch etwas war diese Woche anders: Mein Kalorien-Tracking hat deutlich nachgelassen.
Gerade am Anfang meiner Reise war mir das sehr wichtig. Ich wollte Kontrolle, Übersicht und Sicherheit. Inzwischen merke ich aber, dass ich viele meiner Standard-Mahlzeiten längst einschätzen kann.
Ehrlich gesagt hätte es sich für mich in der letzten Woche stressig und verkrampft angefühlt, jedes Getränk, jedes Stück Brot und das Restaurantessen in Zahlen zu zerlegen und in der App zu tracken. Ich möchte eine gesunde Balance finden und dazu gehört für mich auch, die App mal geschlossen lassen zu können, ohne direkt ein schlechtes Gewissen zu haben.
Die Erhöhung auf 2,0 mg fühlt sich richtig an
Dass ich diese ereignisreiche Woche so entspannt erlebt habe, verdanke ich vermutlich auch meiner Entscheidung vom letzten Sonntag: Die Erhöhung auf 2,0 mg. Der verstärkte Hunger und der Food Noise aus der Vorwoche haben sich wieder deutlich beruhigt. Meine Gedanken drehen sich aktuell nicht permanent ums Essen und genau das macht für mich einen enormen Unterschied im Alltag.
Ich merke, wie viel Energie Essen mental einnehmen kann und wie befreiend es sich anfühlt, wenn dieser Druck weniger wird.
Fazit nach 2 Monaten
Nach zwei Monaten bin ich fast zehn Kilo leichter und nehme viele Veränderungen wahr, die weit über das Gewicht hinausgehen. Ich merke, welche Lebensmittel mir guttun, wie sehr Struktur meinen Alltag unterstützt und wie wichtig gleichzeitig auch Flexibilität ist. Trotz der Feiern, Restaurantbesuche und der kleinen Pause vom Tracking habe ich nicht das Gefühl, „raus“ zu sein und das fühlt sich für mich nach einer Entwicklung an, die nachhaltiger ist als alles, was ich früher versucht habe.