Es ist Tag 25 meiner Reise mit Mounjaro, und heute möchte ich über etwas schreiben, das über Zahlen und Kalorien hinausgeht:
Veränderungen, die sichtbar werden.
Abnehmen ist für mich oft etwas, das eher im Hintergrund passiert. Viele Gedanken bleiben bei mir, viele kleine Entscheidungen trifft man für sich, und auch die Freude über Fortschritte ist meist etwas sehr Persönliches.
Inzwischen verändert sich aber etwas. Nicht nur in meinem eigenen Empfinden, sondern auch in der Wahrnehmung von außen.
Die ersten Reaktionen von außen
Es ist das eine, selbst auf die Waage zu schauen, ein Minus zu sehen und für sich zu wissen: Ich bin auf meinem Weg. Etwas anderes ist es, wenn Menschen im Umfeld Veränderungen bemerken, ohne dass ich etwas dazu gesagt habe.
In den letzten Tagen habe ich die ersten ehrlichen, unaufgeforderten Rückmeldungen bekommen.
Ein Kommentar bezog sich auf meinen Bauch – eine Stelle, an der ich die Veränderung selbst bereits wahrnehme, zum Beispiel beim Anziehen oder wenn ich den Gürtel schließe. Das von außen gespiegelt zu bekommen, macht diese Wahrnehmung greifbarer und irgendwie realer.
Das Gesicht verändert sich
Eine Rückmeldung hat mich besonders gefreut: „Man sieht es dir im Gesicht an!“
Ich nehme am ganzen Körper zu und auch wieder ab, ziemlich gleichmäßig, ohne dass sich alles auf eine bestimmte Stelle konzentriert. Dadurch fallen Veränderungen oft nicht sofort ins Auge.
Und trotzdem war mein Gesicht immer der Bereich, der mich besonders gestört hat.
Für mich wirkte es häufig einfach rund und auf Fotos blieb mein Blick genau dort hängen. Ich habe mich oft gefragt, wo die Konturen geblieben sind, die Wangenknochen, die ich früher ganz selbstverständlich wahrgenommen habe.
Im Moment beginnt sich das zu verändern. Die Konturen kommen langsam zurück und die Augenpartie erscheint offener. Wenn ich in den Spiegel schaue, wirkt das Bild vertrauter. Nicht vollkommen anders, aber so, dass ich mich darin wiedererkenne. Es ist, als würde ein Schleier gelüftet.
Ein anderes Körpergefühl
Mit diesen sichtbaren Veränderungen verändert sich auch mein Körpergefühl. Insgesamt fühle ich mich leichter, nicht nur wegen der verlorenen Kilos. Ich fühle mich wohler in meiner Haut, bewege mich anders, vielleicht sogar etwas aufrechter.
Es ist nicht leicht, das genau zu beschreiben. Aber es fühlt sich weniger nach einem ständigen Gegensteuern an und mehr nach einem Zusammenspiel.
Ein Moment, den ich festhalten möchte
Diese Veränderungen bedeuten mir gerade viel. Nicht als Ziel oder Beweis, sondern als Moment auf diesem Weg.
Gerade an Tagen, an denen meine Gedanken wieder strenger werden, helfen mir solche Beobachtungen dabei, den Blick etwas zu weiten. Sie zeigen mir, dass sich etwas entwickelt, auch wenn nicht alles perfekt läuft. Sie sind der Beweis, dass Mounjaro nicht nur eine Zahl auf der Waage verändert, sondern mein Lebensgefühl.