10 Wochen Mounjaro im Überblick: Meine Zahlen und Gefühle

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🏷️ Tag 71

10 Wochen voller Veränderungen, neuer Erfahrungen und vieler Erkenntnisse. Ich möchte meine Entwicklung noch einmal in ihrer Gesamtheit betrachten. Abnehmen ist für mich mehr als eine Zahl auf der Waage. Es ist ein Prozess, bei dem körperliche und mentale Veränderungen oft ganz unterschiedlich verlaufen.

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Die körperliche Bilanz: Fast 10 Kilo weniger

Wenn mir am 22. März 2026 jemand gesagt hätte, dass ich zehn Wochen später 9,9 kg leichter sein würde, ich hätte es nicht für möglich gehalten.

  • Gewichtsverlust: Nach einem Start mit -2,0 kg in der ersten Woche ging das Gewicht über die folgenden Wochen kontinuierlich zurück. In Woche 9 stand sogar kurzzeitig die magische Marke von -10,0 kg auf der Waage.

  • BMI-Verlauf: Mein BMI ist in dieser Zeit um insgesamt 3,43 Punkte gesunken. Hinter dieser Zahl steckt deutlich mehr als eine Statistik. Es sind Kleidungsstücke, die wieder besser passen, Bewegungen, die leichter fallen, und ein Körpergefühl, das sich Schritt für Schritt verändert hat.

Die Dosierung: Mein individueller Weg

Ein Blick auf die Dosierung zeigt, dass ich mich nicht streng an feste Stufen gehalten habe. Stattdessen habe ich versucht, auf meinen Körper zu hören und die Dosis vorsichtig anzupassen.

Gestartet bin ich mit 1,25 mg. Anschließend habe ich mich über viele Wochen bei 1,75 mg eingependelt, weil ich mich damit sehr wohlgefühlt habe und die Wirkung für mich gut gepasst hat.

Erst als der Food Noise wieder stärker wurde und der Heißhunger zurückkehrte, habe ich reagiert. Zunächst mit dem Schritt auf 2,0 mg und später mit der Erhöhung auf 2,5 mg.

Die emotionale Entwicklung: Was die Zahlen nicht zeigen

Fast noch spannender als Gewicht und BMI ist für mich die Stimmungsspalte in meiner Übersicht. Sie erzählt die Geschichte hinter den Zahlen.

  • Das Hoch (Woche 0–2): Ich bin mit einer Mischung aus Nervosität, Hoffnung und Entschlossenheit gestartet. Die ersten Erfolge auf der Waage und die spürbare Veränderung im Umgang mit Essen haben schnell für Motivation und Dankbarkeit gesorgt.

  • Der mentale Einbruch (Woche 3): Obwohl die Ergebnisse weiterhin sehr positiv waren, wurde deutlich, dass die mentale Seite manchmal etwas Zeit braucht, um mit den körperlichen Veränderungen Schritt zu halten.

  • Die Unbeschwertheit (Woche 4–5): In diesen Wochen fühlte sich vieles erstaunlich unkompliziert an. Essen nahm deutlich weniger Raum in meinen Gedanken ein und der Alltag wurde entspannter.

  • Die neuen Herausforderungen (Woche 6–9): Danach kamen neue Themen hinzu. Müdigkeit, wieder stärkerer Food Noise, die Entscheidung zur Dosiserhöhung, der beginnende Haarausfall und schließlich die Sorgen rund um den bevorstehenden Urlaub haben mich emotional stärker beschäftigt als die Zahl auf der Waage.

Status heute: Akku leer, urlaubsreif

Woche 10 schließe ich mit dem Gefühl „Akku leer, urlaubsreif“ ab. Die letzten Wochen mit den Dosisanpassungen, den körperlichen Reaktionen wie der plötzlichen Übelkeit am vergangenen Mittwoch und den vielen sozialen Events (Grillen, Feiern, Familie), zusätzlich zum Alltag, haben Kraft gekostet.

Gleichzeitig bin ich dankbar für das, was in diesen zehn Wochen passiert ist. Nicht nur wegen der 9,9 kg weniger auf der Waage, sondern auch wegen der vielen Erkenntnisse über mich selbst, meinen Körper und meinen Umgang mit Essen.

Danke, dass ihr mich auf diesem Weg begleitet.