Wer sich mit Gewichtsveränderung beschäftigt, begegnet früher oder später drei Buchstaben: BMI. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter? Ist er wirklich aussagekräftig – oder eher eine grobe Orientierung?
In den letzten zwei Wochen hat diese Zahl für mich eine ganz neue Bedeutung bekommen, denn ich konnte meinen BMI um 1,39 Punkte senken.
Was ist der BMI eigentlich?
Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Kennzahl, die das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße setzt. Entwickelt wurde er bereits im 19. Jahrhundert vom Statistiker Adolphe Quetelet, um Körpermaße vergleichbar zu machen.
Heute wird der BMI weltweit genutzt, um eine erste Einschätzung zu geben, ob sich das Körpergewicht im gesundheitlich unauffälligen Bereich bewegt.
Die Formel
Man berechnet ihn ganz einfach:
BMI = Gewicht in kg / (Größe in m x Größe in m)
Beispiel:
BMI = 84,8 / (1,7 x 1,7)
BMI = 84,8 / 2,89
BMI = 29,34
Die Einordnung: Wo stehe ich?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ordnet die Werte folgendermaßen ein:
| BMI | Klassifizierung |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 - 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0-29,9 | Übergewicht (Präadipositas) |
| über 30,0 | Adipositas |
Innerhalb der Adipositas wird zusätzlich in Grad 1, 2 und 3 unterschieden.
Die Grenzen des BMI: Was er nicht misst
So hilfreich der BMI sein kann – er bleibt eine vereinfachte Kennzahl.
- Muskelmasse: Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskeln. Menschen mit viel Muskelmasse können laut BMI als übergewichtig gelten, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist.
- Fettverteilung: Er sagt nichts darüber aus, wo sich Fett im Körper befindet. Besonders das sogenannte Viszeralfett im Bauchraum gilt als gesundheitlich relevant, wird aber nicht separat berücksichtigt.
- Alter & Geschlecht: Alter, Geschlecht oder genetische Voraussetzungen fließen nicht direkt in die Berechnung ein.
Trotzdem kann der BMI ein hilfreicher Orientierungs- und Verlaufswert sein, wenn man Veränderungen über einen längeren Zeitraum betrachtet.
Mein persönlicher Meilenstein: Unter 30
Ich bin mit einem BMI von 30,73 in meine Mounjaro-Reise gestartet und lag damit im Bereich der Adipositas Grad 1.
Nach zwei Wochen liege ich nun bei 29,34.
Auch wenn es am Ende nur eine Zahl ist, fühlt sich dieser Schritt bedeutsam an. Der Wechsel von „Adipositas“ in den Bereich „Übergewicht“ markiert für mich einen wichtigen mentalen Punkt. Er zeigt mir, dass sich etwas bewegt – ruhig, Schritt für Schritt, aber spürbar.
Und genau das motiviert mich, dranzubleiben.