Es gibt Wochen, da läuft alles wie am Schnürchen. Und dann gibt es Wochen wie diese.
Seit über einer Woche spüre ich eine tief sitzende innere Unruhe. Und wie äußert sich das bei mir? Leider in meinem alten, vertrauten Begleiter: dem emotionalen Essen.
Seit Tagen ernähre ich mich wieder schlechter. Zu fettig, zu viel, zu schwer. Das Verrückte daran: Ich hatte in dieser gesamten Zeit kein einziges Mal echten Hunger. Stattdessen begleitet mich ein unangenehmes, fieses Völlegefühl. Mein Magen hat mir dafür ziemlich schnell die Quittung ausgestellt. Seit über einer Woche plage ich mich mit Bauchschmerzen herum.
Ehrlich gesagt geht es mir selbst auf den Keks, dass ich mir durch mein Essverhalten körperlich nicht guttue und sich das wiederum auf meine Stimmung auswirkt. Ein ziemlich blöder Kreislauf.
Der Blick zurück: Was sich wirklich verändert hat
Wenn ich in einer solchen Phase stecke, neige ich dazu, streng mit mir zu sein. Ich sehe zuerst das, was gerade nicht funktioniert.
Aber wenn ich einmal durchatme und meinen Blick auf die vergangenen 27 Wochen richte, muss ich mir ganz klar eingestehen: Das hier ist kein Rückschritt. Es ist eine Ausnahme.
Vor Mounjaro war dieses Essverhalten eher mein Dauerzustand. In stressigen oder unruhigen Phasen habe ich deutlich mehr gegessen als in den letzten Tagen. Solche Situationen waren damals keine Ausnahme, sondern gehörten für mich fast schon zum Alltag.
Heute fällt mir viel schneller auf, wenn mir bestimmte Lebensmittel oder größere Mengen nicht guttun. Mein Körper reagiert darauf ziemlich deutlich. Auch mein Essverhalten insgesamt hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Die meiste Zeit esse ich bewusster, regelmäßiger und bekömmlicher. Und deshalb möchte ich diese eine schwierige Woche nicht größer machen, als sie ist.
Ich bin trotz allem wahnsinnig zufrieden mit meiner bisherigen Entwicklung.
Neue Woche, neue Routine
Ich habe diese Woche akzeptiert, hingesehen und gespürt, was mir gerade nicht guttut.
Jetzt möchte ich wieder zurück zu dem, was mir in den vergangenen Monaten so gutgetan hat: bewusste Entscheidungen, bekömmliche Mahlzeiten und ein bisschen mehr Aufmerksamkeit dafür, was mein Körper gerade braucht.
Das Unwohlsein und die Bauchschmerzen sollen wieder verschwinden. Mein Körper verdient wieder mehr Wohlbefinden – und ich auch.
Es war eine schwierige Woche. Nicht mehr und nicht weniger.
Und morgen starte ich mit frischer Motivation in die neue Woche.