Heute war der erste Tag, an dem meine alte Welt und diese neue Reise spürbar aufeinandergeprallt sind. Am Ende standen rund 2.000 kcal – und mein Körper hat mir deutlich gezeigt, was er davon hält.
Die Quittung am Mittag: Cordon Bleu & Krämpfe
Mittags dachte ich noch, das Cordon Bleu aus dem Airfryer mit Nudeln sei eine gute Idee. Doch unter Mounjaro scheint mein Magen fettiges und stark paniertes Essen deutlich schlechter zu vertragen. Die Folge: Bauchschmerzen und Krämpfe. Ein klares Signal meines Körpers: Das brauche ich nicht mehr – es tut mir nicht gut.
Der Abend: Wenn der Kopf kurz aussetzt
Auf einer Abendveranstaltung passierte dann etwas sehr Vertrautes: Gratis-Essen. Trotz der Beschwerden vom Mittag fiel es mir schwer, Nein zu sagen. Auf dem Heimweg kam noch eine Butterbrezel dazu – ein klassischer Moment, in dem alte Automatismen kurz das Steuer übernommen haben.
Die alte Gedankenspirale: „Bringt doch eh nix“
Kurz war er wieder da, dieser vertraute Gedanke:
„Jetzt hast du es wieder versaut. Das Medikament hilft dir auch nicht. Du schaffst das nie.“
Ich fühlte mich schlecht – körperlich im Bauch und mental in meinen Gedanken.
Aber dann passierte etwas Neues: Ich habe bewusst den Stopp-Knopf gedrückt.
Ich habe mir zwei Dinge klargemacht:
-
Relativität
Vor wenigen Tagen wäre ein solcher Tag noch völlig normal gewesen. 2.000 kcal sind kein Scheitern, sondern ein einzelner Datenpunkt. -
Akzeptanz
Ausnahmen gehören dazu. Sie helfen mir zu verstehen, wie mein Körper reagiert – und wie ich mit der Unterstützung der Spritze neue Entscheidungen treffen kann.
Blick nach vorn: Morgen ist ein neuer Tag
Ich lasse den heutigen Tag bewusst los. Statt Verzweiflung spüre ich eher eine ruhige Motivation, morgen wieder in meine Routine zurückzukehren: mehr Protein, viel Wasser und mein vertrauter Smoothie.
Der Weg verläuft nicht linear und das ist in Ordnung.