Kennt ihr diese Momente, in denen man sich selbst wie von außen beobachtet und sich fragt: Warum zur Hölle mache ich das eigentlich gerade?
Genau diese Frage beschäftigt mich in den letzten Tagen immer wieder. Warum greife ich zur Schokolade, obwohl mein Magen ohnehin schon schmerzt? Warum esse ich weiter, obwohl mein Körper längst signalisiert, dass ihm das gerade nicht guttut?
Ernährungstechnisch lief diese Woche alles andere als gut. Ein Geburtstag mit reichlich Essen, gefolgt von mehreren Tagen, an denen ich immer wieder nebenbei gesnackt habe. Ohne wirklichen Hunger und oft, ohne groß darüber nachzudenken.
Meine ständigen Begleiter waren unangenehme Bauchschmerzen, eine schlechte Verdauung und eine zunehmend gedrückte Stimmung.
Und die Waage zeigte am Ende 1,4 kg mehr an. Das ärgert mich. Vor allem, weil ich genau merke, wie wenig mir mein aktuelles Essverhalten guttut. Trotzdem fällt es mir gerade schwer, etwas daran zu ändern.
Die Abwärtsspirale aus Alltagsstress und Social-Media
Wenn ich ehrlich zu mir bin, kann ich inzwischen ziemlich gut erkennen, was hinter diesem Verhalten steckt. Die vergangene Zeit war beruflich so anstrengend, dass meine Work-Life-Balance völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Wenn der Stress überhandnimmt, vernachlässige ich ausgerechnet die Dinge, die mir sonst guttun. Bewusster essen, auf meine Bedürfnisse achten und mir ausreichend Pausen gönnen – all das rückt dann in den Hintergrund.
Stattdessen greife ich zu alten Bewältigungsstrategien. Essen wird zum Trost, und nebenbei verliere ich mich immer häufiger in endlosem Scrollen durch Social Media. Dabei merke ich, dass mir auch das zunehmend schadet. Mein Kopf kommt kaum zur Ruhe, ich nehme ständig neue Eindrücke auf und finde trotzdem keine wirkliche Erholung.
So verstärkt sich das eine durch das andere. Ich bin erschöpft, suche Ablenkung und Trost und fühle mich hinterher oft noch schlechter.
Es wird Zeit, etwas zu verändern. Ich muss dringend die Reißleine ziehen und mir eine Pause zu gönnen.
Vorfreude und Ängste: Zwei Wochen All-inclusive in Ägypten
In wenigen Tagen geht es endlich los nach Ägypten. Zwei Wochen Sonne, Meer und All-inclusive. Einfach durchatmen und den Alltag hinter mir lassen.
Bei aller Vorfreude gibt es allerdings auch eine Stimme in meinem Kopf, die sich Gedanken macht. Ein Teil von mir hat tatsächlich Angst vor dem Buffet. Angst davor, mich verleiten zu lassen und zu viel zu essen.
Aber einem anderen, größeren Teil von mir ist das gleichzeitig absolut egal und ich spüre eine große Erleichterung.
Ich freue mich darauf, mich zwei Wochen lang nicht um die Organisation meiner Mahlzeiten kümmern zu müssen. Nicht planen, nicht einkaufen, nicht kochen und nichts abwiegen. Stattdessen möchte ich spontan entscheiden können, worauf ich Lust habe und was mich am Buffet anspricht.
Ich muss im Urlaub nichts beweisen. Weder durch Verzicht noch dadurch, dass ich möglichst viel aus dem Angebot heraushole.
Mein Plan für die Auszeit
Für die kommenden zwei Wochen wünsche ich mir vor allem eines: wieder mehr bei mir selbst anzukommen.
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Social Media Pause: Das Smartphone bleibt weitgehend stumm geschaltet. Weniger Scrollen, weniger Eindrücke, weniger mentaler Ballast.
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Sonne & Meer: So viel Zeit wie möglich draußen verbringen, die Wärme und die Meeresluft genießen und durchatmen.
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Echte Erholung: Nicht ständig an die nächsten Aufgaben denken, sondern meiner Erschöpfung Raum geben und mir die Ruhe gönnen, die ich gerade brauche.
Ich bin mir sicher, dass ich nach diesen zwei Wochen sehr viel entspannter, ausgeglichener und mit frischer Energie zurückkommen werde. Und dann werde ich mich auch ganz automatisch wieder darauf freuen, in meine gesunden Routinen zurückzukehren.