In genau zehn Tagen geht es für mich in den Urlaub! Ich kann es kaum erwarten und freue mich riesig auf diese dringend benötigte Auszeit. Die vergangenen Monate waren beruflich extrem fordernd und mein Akku leuchtet sprichwörtlich schon seit einer Weile im roten Bereich.
Eigentlich hatte ich mir ein großes Ziel gesetzt: Bis zum Urlaub wollte ich die 20-kg-Marke knacken.
Doch daraus wurde nichts. Seit mittlerweile fünf Wochen stagniert mein Gewicht bei knapp 18 kg Gewichtsverlust. Das frustriert mich, gerade weil ich mir vor dem Urlaub noch diesen Erfolg erhofft hatte.
Wenn ich genauer hinschaue, sehe ich allerdings zwei Seiten dieser Entwicklung: eine, die mich belastet, und eine, die mir zeigt, wie viel sich bereits verändert hat.
Die negative Seite: Wenn der Stress das Ruder übernimmt
Fangen wir mit dem an, was mich momentan beschäftigt: Meine Work-Life-Balance ist ziemlich aus dem Gleichgewicht geraten. Ich bin ausgelaugt und erschöpft.
In solchen Phasen schleichen sich wieder alte Verhaltensmuster ein. Ich vernachlässige meine gewohnten Routinen, das Kalorientracking bleibt auf der Strecke und ich ertappe mich dabei, mehr und weniger bekömmlich zu essen. Das Essen wird wieder zum Trost, wenn der Stress überhandnimmt.
Und damit kehren auch die vertrauten Gedanken zurück:
- „Schon wieder viel zu viel gegessen.“
- „Ich brauche Schokolade.“
- „Warum kriegst du das nicht geregelt?“
Ich weiß eigentlich, dass ich gerade erschöpft bin und dringend eine Pause brauche. Trotzdem mache ich mir zusätzlich Druck wegen meines Essverhaltens. So entsteht ein Kreislauf, aus dem ich in stressigen Phasen nur schwer herausfinde.
Die positive Seite: Mein Mounjaro-Sicherheitsnetz
Jetzt kommt der Punkt, der mich aufatmen lässt und mir zeigt, wie viel sich in den vergangenen Monaten verändert hat.
Mein Gewicht steht seit fünf Wochen zwar nahezu still, aber ich habe in dieser Zeit auch nicht zugenommen. Und das, obwohl meine Ernährung deutlich schlechter war, ich aus Frust gegessen und mein Kalorientracking vernachlässigt habe.
Mounjaro hilft mir, nicht komplett in meine früheren Muster und deren Folgen zurückzufallen. Es fühlt sich wie ein unsichtbares Sicherheitsnetz an.
Was die Waage nicht verrät
Was mir Mounjaro nicht abnimmt, ist die mentale Auseinandersetzung mit meinem Essverhalten.
Die Selbstvorwürfe, das schlechte Gewissen und der Wunsch, in stressigen Momenten zum Essen zu greifen, sind nicht einfach verschwunden. Gerade wenn mir alles zu viel wird, merke ich, wie schnell alte Gedanken wieder auftauchen.
Obwohl ich mit meiner Ernährung gerade unzufrieden bin, ist mein Gewicht nicht wieder gestiegen. Diese Tatsache zeigt mir deutlich, dass ich mir unnötig viele Gedanken mache. Ich darf deshalb auch lernen, meine Ernährung nicht ständig zu bewerten.
Blick nach vorn: Auf geht’s in den Endspurt vor dem Urlaub
Die 20-kg-Marke läuft mir nicht weg. Ob ich sie vor dem Urlaub erreiche oder erst danach, ist letztlich egal.
Das Wichtigste, das ich aus diesen 5 Wochen Stillstand mitnehme, ist die Erkenntnis, dass es einfach nur ein Stillstand ist und dass mein Essverhalten nicht so schlimm ist, wie es sich in meinen Gedanken anfühlt.
Jetzt heißt es: Die letzten Arbeitstage hinter mich bringen, den Fokus wieder etwas mehr auf Selbstfürsorge legen und dann den Akku im Urlaub endlich wieder aufladen.